Kennst du schon die Ampelchen? Nein? Dann wird es höchste Zeit. Die Ampelchen ist eine Kinderbuchreihe von Anna Böhm, die ich illustriert habe. Es geht um die schusselige Clärchen, die jetzt Schlüsselkind werden soll und ihren schüchternen Freund Emre, der ein großer Erfinder ist. Ausversehen machen die beiden zwölf Ampelchen lebendig. Ampelchen? Ja, die aus den Ampeln! Und damit wird alles ziemlich chaotisch.
Erste Ideen skizzieren
Am Anfang eines jeden Buchprojekts bekomme ich ein Manuskript der Geschichte. Meist ist es eine noch umlektorierte Rohfassung, die dazu dient mich mit der Geschichte, den Charakteren und ihrer Umwelt vertraut zu machen. Es war also klar, es gibt zwei Kinder die als Protagonisten der Geschichte fungieren und dazu zwölf wuselige Ampelchen. ZWÖLF! Da ist ganz schön viel Hirnschmalz angesagt.
Noch mehr Skizzen
Als erstes gab es zu überlegen, wie denn so ein Ampelchen überhaupt aussieht. Klar war: es sollen sechs Rote und sechs Grüne sein. Klar, die Armen waren ja einfach aus den Fußgängerampeln gefallen. Also fing ich an mit groben Ideen. Erstmal wild drauf los kritzeln und schauen wie so kleine Wesen aussehen können. Wie sehen die Köpfe aus, wie die Augen? Wie groß oder klein soll der Körper im Vergleich zum Kopf sein?
Die richtige Form finden
Ich zeichnete so einige kleine Wesen, richtig glücklich waren wir mit den Skizzen leider alle nicht. Meine Lektorin fand schließlich eine Illustration mit ein paar Comiccharakteren in meinem Portfolio. An denen habe ich mich schließlich orientiert und die erste Version der beiden Ampelchen Mini und Mobert gezeichnet. Auch das Verhältnis von Kopf zu Körper war gefunden und die Idee den Charakteren jeweils ein kleines Detail in der jeweils anderen Farbe zu geben.
Illustratorin oder Frisörin?
Allerdings waren wir uns bei der Frisur von Mobert nicht ganz einig. Also spielte ich Frisörin und zeichnete ich eine ganze Seite voll Frisuren. Dabei hatte ich großen Spaß am Experimentieren. Es war klar dass viele der Varianten zu übertrieben waren, dennoch wollte ich sie mal ausprobieren.
Und noch mehr Charaktere
Schließlich standen die Skizzen der beiden Hauptampelchen aus Band eins. Fehlten also noch zehn weitere kleine Wesen. Die Ampelchen sollten als Paare entstehen, klar, sie haben ja auch schon immer zusammen den Verkehr in der Ampel geregelt. Allen Paaren wurden besondere Charaktereigenschaften zugeteilt, die sich auch in ihrer Optik wiederspiegeln sollten. So entstanden die verschiedensten Charaktere. Auch hier haben wir wieder viel über Frisuren diskutiert und einige Ampelchen angepasst. Dafür habe ich extra Bilder von Bonnie Tyler rausgesucht.
Die fertigen Illustrationen
Nach drei Wochen Charakterentwicklung standen die Charaktere fest und genau so könnt ihr sie jetzt in den Büchern sehen und lesen. Aber Vorsicht, diese Ampelchen verbreiten ganz schön viel Chaos. Haben aber auch jede Menge Herz! Mehr Infos zu den Ampelchen findet ihr auf der Seite des Oetinger Verlags.
Wollen wir in Kontakt bleiben? Dann trag dich gern für meine Schneckenpost ein und bekomme einmal im Monat News und exklusive Mal- und Zeichenvorlagen, sowie Zugang zur Freebie-Bibliothek.
Du suchst nach schönen Postern oder witzigen Mal- oder Notizbüchern? Dann hüpf in meinen Shop rüber.












Kommentar schreiben